{"id":193,"date":"2007-05-14T10:03:37","date_gmt":"2007-05-14T10:03:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schachbezirk-mittelbaden.de\/wordpress\/?p=193"},"modified":"2007-05-14T10:03:37","modified_gmt":"2007-05-14T10:03:37","slug":"gofshtein-gewinnt-letztes-kuppenheimer-marathon-blitz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.schachbezirk-mittelbaden.de\/wp\/?p=193","title":{"rendered":"Gofshtein gewinnt letztes Kuppenheimer Marathon-Blitz"},"content":{"rendered":"<p><a href='http:\/\/www.schachbezirk-mittelbaden.de\/wordpress\/?attachment_id=192' rel='attachment wp-att-192' title='IM Schenk - GM Leonid Gofshtein'><img src='http:\/\/www.schachbezirk-mittelbaden.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2007\/05\/gofshteinschenk12hblitz07-031.jpg' alt='IM Schenk - GM Leonid Gofshtein' align=\"left\" border=\"0\" \/><\/a><strong>Israelischer Schach-Gro\u00c3\u0178meister deklassiert Konkurrenz \/ Turnier-Aus wegen nur 36 Anmeldungen<\/strong><\/p>\n<p>\u00e2\u20ac\u017eSag\u00e2\u20ac\u2122 beim Abschied leise Servus\u00e2\u20ac\u0153 \u00e2\u20ac\u201c der Wiener Gassenhauer trifft das Geschehen beim <a href=\"http:\/\/www.rochadekuppenheim.de\/12h\/2007\/index.html\">Kuppenheimer 12-Stunden-Blitzturnier<\/a>. Mit nur noch 36 Teilnehmern hat sich Deutschlands bekanntestes Nachtblitzturnier endg\u00c3\u00bcltig \u00c3\u00bcberlebt. Die 19. Auflage des Sparkassen-Cups war zugleich die letzte. Den Wettbewerb gewann Leonid Gofshtein souver\u00c3\u00a4n mit 3,5 Punkten Vorsprung vor dem Bulgaren Krassimir Rusew. Der israelische Gro\u00c3\u0178meister verlor nur eine seiner 51 Partien mit f\u00c3\u00bcnf Minuten Bedenkzeit und remisierte lediglich vier Duelle \u00e2\u20ac\u201czwei davon ganz am Schluss, als sein Sieg bereits feststand. Der 54-J\u00c3\u00a4hrige ist nicht nur der \u00c3\u00a4lteste Sieger beim 12-Stunden-Blitz, sondern bot mit 48:3 Punkten gegen die erheblich j\u00c3\u00bcngere Konkurrenz eine der st\u00c3\u00a4rksten Leistungen in der zu Ende gehenden Geschichte des legend\u00c3\u00a4ren Turniers.<br \/>\nHinter dem Internationalen Meister Rusew (44,5 Punkte) schob sich Stelios Halkias noch mit einem starken Endspurt auf Platz drei. Der Grieche kam auf 42,5 Z\u00c3\u00a4hler und verwies seinen Gro\u00c3\u0178meister-Kollegen Henrik Teske (41,5) auf Rang vier. Der Bundesligaspieler vom TV Tegernsee war f\u00c3\u00bcr Weltklassespieler Loek van Wely kurzfristig eingesprungen.<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.rochadekuppenheim.de\">Caissa-Rochade Kuppenheim<\/a><br \/>\n<!--more--> Der Holl\u00c3\u00a4nder wollte von Aserbaidschan aus online \u00c3\u00bcber <a href=\"http:\/\/www.schach.de\">www.Schach.de<\/a> von Chessbase teilnehmen. Doch der Sieger der drei letzten Jahre musste mangels einer zuverl\u00c3\u00a4ssigen Verbindung in Baku passen. Immerhin schaute van Wely des Nachts kurz doch auf dem Server vorbei. Lokalmatador Andreas Schenk (OSC Baden-Baden\/40,5) wurde \u00c3\u00bcberraschend nur F\u00c3\u00bcnfter vor der badischen Nachwuchshoffnung Andreas Heimann (SC Dreil\u00c3\u00a4ndereck\/38), Josef Gheng (HP B\u00c3\u00b6blingen\/37,5) und dem Franzosen Patrice Lerch (35).<br \/>\nDie Organisatoren der SG Caissa-Rochade Kuppenheim hatten schon in den Vorjahren erwogen, den Sparkassen-Cup nicht mehr auszurichten. Weil Schachspieler inzwischen zu jeder Tag- und Nachtzeit im Internet ihrem Hobby nachgehen k\u00c3\u00b6nnen, lie\u00c3\u0178 das Interesse best\u00c3\u00a4ndig nach. Von bis zu 159 Teilnehmern zu Spitzenzeiten sank die Zahl 2006 auf 74. Dass die Anmeldungen auf 36 abst\u00c3\u00bcrzten, war jedoch schockierend f\u00c3\u00bcr Markus Merklinger. \u00e2\u20ac\u017eObwohl wir gerne bis zum 20. Sparkassen-Cup weitergemacht h\u00c3\u00a4tten, macht es jetzt keinen Sinn mehr, das Turnier am Leben zu halten\u00e2\u20ac\u0153, befand der Kuppenheimer Vereinspr\u00c3\u00a4sident angesichts der Pleite.<br \/>\nAus der Not machte die Turnierleitung um Alexander Hatz eine Tugend: Zum Abschied spielten alle 36 Akteure in einem Rundenturnier gegeneinander. So kam jeder Teilnehmer in den Genuss von mehreren Partien mit Gro\u00c3\u0178meistern. Die 17 Besten in dem stark besetzten Feld qualifizierten sich danach f\u00c3\u00bcr die A-Gruppe, in der sich alle erneut ma\u00c3\u0178en. Weil somit alle die gleichen Gegner hatten, verzichtete man nach R\u00c3\u00bccksprache mit den Favoriten auf das urspr\u00c3\u00bcnglich vorgesehene Playoff-Halbfinale und -Endspiel. In der B-Gruppe setzte sich der Dreisamtaler Andreas Groehn mit 29:22 Punkten durch. Angesichts der vielen Sachpreise, die die Sponsoren Chessbase und Edition Olms zur Verf\u00c3\u00bcgung gestellt hatten, bekam beim letzten Sparkassen-Cup immerhin jeder ein Pr\u00c3\u00a4sent mit auf den Heimweg. Eine besondere Auszeichnung erfuhr Harald Klingenberg: Der Landesligaspieler von den Karlsruher SF hatte nur eines der 19 Marathon-Blitzturniere verpasst. Den L\u00c3\u00b6wenanteil nahm jedoch Gofshtein mit nach Hause. Er kassierte f\u00c3\u00bcr seinen klaren Sieg 450 Euro und ein Chessbase-Softwarepaket im Wert von 350 Euro. Rusew erhielt noch 350 Euro, Halkias 200 Euro. Ungeachtet der geringen Startgeld-Einnahmen von weniger als 600 Euro lobte die Caissa-Rochade Kuppenheim erneut Preise im Wert von mehr als 2500 Euro aus. Dass dies m\u00c3\u00b6glich blieb, ist der Sparkasse Gaggenau\/Kuppenheim zu verdanken, die \u00c3\u00bcber viele Jahre und auch 2007 das 12-Stunden-Blitzturnier unterst\u00c3\u00bctzte.<br \/>\nEine kleine Episode am Rande zum Abschluss: War es Zufall, dass beim letzten Turnier ein von M\u00c3\u00bcnchhausen mitspielte und den letzten Platz belegte? Es w\u00c3\u00a4re interessant zu erfahren, wie der Baron von M\u00c3\u00bcnchhausen das Turnier noch am eigenen Schopfe aus dem Sumpf und dem Untergang herausgezogen h\u00c3\u00a4tte \u00e2\u20ac\u00a6<\/p>\n<p>Endstand in der A-Gruppe beim Sparkassen-Cup nach 51 Blitzpartien (Vorrunde 35 Partien): 1. GM Leonid Gofshtein (Israel) 48 Punkte, 2. IM Krassimir Rusew (Bulgarien) 44,5, 3. GM Stelios Halkias (Griechenland) 42,5, 4. GM Henrik Teske (Tegernsee) 41,5, 5. IM Andreas Schenk (Baden-Baden) 40,5, 6. Andreas Heimann (Dreil\u00c3\u00a4ndereck) 38, 7. Josef Gheng (B\u00c3\u00b6blingen) 37,5, 8. Patrice Lerch 35, 9. Jean Netzer 32, 10. Maxime Aguettaz (alle Frankreich) 29,5, 11. Claudius Mehne (Mannheim-Lindenhof) 28,5, 12. Alexander Izrailev (Hannover) 26, 13. Rolf Holzinger (Leimen), Bernhard Lutz (Dreil\u00c3\u00a4ndereck) je 24, 15. Frank Bellers (SK Herford), Olivier Wimmer (Frankreich) je 23,5, 17. H. Engelmann (Herne) 20,5.<\/p>\n<p>Der nach der Vorrunde zehntplatzierte Martin Springmann (Slavija Karlsruhe; 22,5\/35) verzichtete auf die Finalrunde.<\/p>\n<p>Endstand in der B-Gruppe nach 50 Blitzpartien: 1. Andreas Groehn (Dreisamtal) 29, 2. Thomas Gauss (Conweiler) 27,5, 3. Slavko Krneta (Hermannsburg) 26,5, 4. Fredrik Polenz (Hannover) 26, 5. Klaus Br\u00c3\u00a4unlin (Dreil\u00c3\u00a4ndereck) 22,5, 6. Lothar Olzem (Hannover) 20,5, 7. Michael Pfau (Brombach), Enrico Kr\u00c3\u00a4mer (Leimen) je 18, 9. Konstantin Volovik (Bielefeld) 16,5, 10. David Gauthier (Leimen) 14,5, 11. Ulrich Buttenm\u00c3\u00bcller (Horben), Harald Klingenberg (Karlsruher SF) je 12,5, 13. Marvin Mrvicin (Lampertheim) 12, 14. Georg Klass (vereinslos) 11, 15. Klaus Rees (Horben) 10,5, 16. J\u00c3\u00b6rg von M\u00c3\u00bcnchhausen (Ricklingen) 9.<\/p>\n<p>Nach der Vorrunde stiegen Jens-Uwe Schmidt (Lahr) auf Platz 24 mit 13,5 Punkten und Hussain Chaltchi (Kuppenheim) auf Platz 32 mit 6,5 Punkten aus.   (Hartmut Metz)<\/p>\n<h3>Related Images:<\/h3>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Israelischer Schach-Gro\u00c3\u0178meister deklassiert Konkurrenz \/ Turnier-Aus wegen nur 36 Anmeldungen \u00e2\u20ac\u017eSag\u00e2\u20ac\u2122 beim Abschied leise Servus\u00e2\u20ac\u0153 \u00e2\u20ac\u201c der Wiener Gassenhauer trifft das Geschehen beim Kuppenheimer 12-Stunden-Blitzturnier. Mit nur noch 36 Teilnehmern hat sich Deutschlands bekanntestes Nachtblitzturnier endg\u00c3\u00bcltig \u00c3\u00bcberlebt. Die 19. Auflage des Sparkassen-Cups war zugleich die letzte. 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